Nosferatu bartoni

(Bean, 1892) 

               

Vorkommen

Die natürliche Verbreitung ist auf ein sehr kleines Gebiet in Nordmexiko beschränkt:  Die Laguna Media Luna und die Laguna Anteojitos, die beide im Rio Verde-Einzug liegen.  

Die Wassertemperatur ist dort aufgrund der warmen Quellen ganzjährig bei ca. 28° C.  

Weitere Cichliden in diesen Biotopen sind Nosferatu labridens      und ausgesetzte Herichthys carpintis, sowie Oreochromis sp.. 

     

      

Größe und Geschlechtsunterschiede      

Nosferatu bartoni erreicht im männlichen Geschlecht eine Endgröße von ca. 20 cm, wird hochrückiger  und entwickelt, im Gegensatz zu den etwas kleiner bleibenden Weibchen,  

einen deutlichen Stirnknick. Dadurch lassen sich die Geschlechter bereits bei Tieren ab einer Größe von 6 cm unterscheiden.

      

     

Haltung      

Ein harmonierendes Paar kann man dauerhaft schon in einem Aquarium mit einer Grundfläche von 120 x 60 cm halten.  

Bei einer Vergesellschaftung mit weiteren Cichliden wird natürlich ein deutlich größeres Becken benötigt und es ist bei den       gepflegten Arten darauf zu achten dass es sich um eher etwas ruhigere, friedlichere Tiere handelt. Ein Artenbecken mit einer größeren Gruppe Nosferatu bartoni ist in gut strukturierten Aquarien ebenfalls möglich. Dabei muss auf eine Bepflanzung nicht verzichtet werden. Die Art neigt sehr leicht zu ungefährlichen Knötchenbildungen auf der Haut. Um diesen vorzubeugen sollten die Tiere absolut stressfrei gehalten werden.  

Gute Wasserwerte sind ebenfalls zwingend notwendig. Daher ist ein größerer wöchentlicher Teilwasserwechsel und eine gute Filterung unerlässlich.

            

 

Futter

Nosferatu bartoni ist nicht sonderlich wählerisch. So wird fast jedes dargebotene Kunstfutter sowie Frost- und Lebendfutter gerne genommen. Auf die Fütterung von roten Mückenlarven sollte man aber verzichten, da diese zu Darmerkrankungen führen können.    

 

      

Zucht      

Die etwas versteckt  laichenden Offenbrüter produzieren Gelege in einer Größe bis zu 400 Eier. Während die Weibchen sich schon während der Balz umfärben, zeigen Männchen ihr kontrastreiches Brutpflegekleid erst unmittelbar beim Laichen.  

Die Larven schlüpfen nach ca. 3 Tagen und werden in den darauf folgenden 4-5 Tagen öfters umgebettet.  

Am 7. bzw. 8. Tag schwimmen die Jungfische das erste Mal auf und werden von beiden Eltern geführt. Der Brutpflegetrieb ist recht stark ausgeprägt. 3 Monate alte Jungfische wurden bei mir immer  noch bewacht, obwohl schon die nächsten Larven geschlüpft waren. Die Aufzucht  ist mit Artemia-Nauplien und Staubfutter unproblematisch. Die Kleinen wachsen zügig heran und sind nach ca. einem Jahr bereits 10 cm groß und geschlechtsreif.

      

      

 

      

 

      

 

      

 

      

 

      

 

      

Leider verschlechtern sich die natürlichen Lebensräume von Nosferatu bartoni aufgrund des zunehmenden Nationaltourismus und der intensiveren Nutzung des Umlandes durch die Landwirtschaft zusehend.  Aber die größte Bedrohung erfährt die Art wohl durch ausgesetzte Herichthys carpintis und Oreochromis sp., da sie diesen Tieren deutlich unterlegen sind und so an der erfolgreichen Vermehrung gehindert werden.  

 

 Verfasser: Christian Hofer, D87 5338