"Cichlasoma" robertsoni

(Regan, 1905)

 

 

Das Typusexemplar stammt aus Belize und wurde von Regan als Cichlasoma robertsoni beschrieben. 

 

Vorkommen: 

"Cichlasoma" robertsoni kommt vom Süden Mexikos über Guatemala, Belize bis nach Honduras vor.

 

Quebrada Seca, Guatemala

 

Die Art besiedelt in der Natur am liebsten stehende Gewässer mit einem weichen Bodengrund. Sie kommt aber auch in stark strömenden Flüssen mit kiesigen Untergrund vor.

 

 

Lago Izabal, Guatemala

 

Wir konnten die Art bei einer Wassertemperatur von 23 –30°C beobachten. In bestimmten Gewässern betrug sie sogar bis zu 37°C. 

 

Rio Ulua, Honduras

 

Die chemische Wasserbeschaffenheit spielt eine untergeordnete Rolle. So kommt die Art in der Natur von 4° DGH in Honduras und bis zu 50° in Mexiko vor.

 

 

 

Größe und Geschlechtsunterschiede:

"C." robertsoni wird im männlichen Geschlecht  bis 30 cm groß, die Weibchen bleiben ein Stück kleiner. Außerdem besitzen die Männchen einen längeren, breiteren Kopf.  

Die Weibchen wirken insgesamt etwas zierlicher.

 

 

 

Pflege: 

Durch die starke innerartliche Aggression von "C." robertsoni sind Aquarien ab 600 Liter für eine erfolgreiche Pflege erforderlich.  

Eine Dekoration aus Steinen und Wurzeln, die einige Versteckmöglichkeiten bieten, dazu ein Bodengrund aus einem Sandkiesgemisch runden die Einrichtung ab. "C." robertsoni sind Allesfresser, die eine mehrmalige Futtergabe am Tage bekommen sollten. Als „Erdfresser“ suchen sie gern den ganzen Tag den Boden nach fressbarem ab. Eine Vergesellschaftung mit anderen mittelamerikanischen Cichliden ist gut möglich, nur sollten diese nicht zu aggressiv sein.

 

 

 

 

Zucht: 

Als typische Offenbrüter setzen diese Cichliden ihre Gelege gern auf flachen Steinen und liegenden Wurzeln ab. Die Gelege werden von beiden Eltern sorgfältig gepflegt und bewacht. Nie wird das Gelege, oder später die Larven die nach etwa 4 Tagen schlüpfen, alleine gelassen. Immer verbleibt ein Partner bei den Jungen, selbst bei der Fütterung kann man eine richtige Wachablösung beobachten. Dieses Verhalten konnte ich zumindest bei allen meinen Paaren sehen.Die Ernährung der Jungfische kann mit Artemia-Nauplien, oder feinem Trockenfutter erfolgen. Sie bereitet keine Schwierigkeiten.

 

Verfasser: Jochen Grad, D 87 2433