Cryptoheros septemfasciatus

(Regan, 1908)

 

Vorkommen:

Cryptoheros septemfasciatus hat nur ein sehr kleines Verbreitungsgebiet. Es erstreckt sich auf der Atlantikseite  

Costa Ricas vom Rio San Juan bis zum Banano River.  

Die Cichliden bewohnen dort meist strömende

Fließgewässer, nur selten auch ruhigere Flüsse und Bäche.

 

Bezeichnung:

Der lateinische Artname septemfasciatus bedeutet „mit sieben

Binden“ und spielt auf die Bänderung der Tiere an, die man aber recht selten sieht. Meist nur in Schreckfärbung oder bei Unwohlsein. Früher hielt man septemfasciatus und spilurus für eine Art. Die morphologischen Unterschiede sind gering.

 

Cr. septemfasciatus ♀

 

 

Geschlechtsunterschiede:

Das Männchen lässt sich sehr leicht vom Weibchen unterscheiden. Weibchen sind meist kupferfarben und bleiben kleiner als die Männchen. Außerdem bekommen sie eine goldene Zone mit einem schwarzen Fleck in der Rückenflosse. Kehle, Bauch und senkrechte Flossen glänzen bei Männchen und Weibchen bläulich. Die Grundfärbung der Männchen ist braunviolett.  

Die Endgröße liegt bei ca. 14 Zentimeter.

 

Cr. septemfasciatus ♂

 

 

Pflege und Zucht:

Cryptoheros septemfasciatus ist ein sehr interessanter Pflegling, den man paarweise schon in Becken ab 100 cm Kantenlänge halten kann. Besser ist es natürlich immer wenn das Aquarium größer ist. Das Becken kann mit Steinen und Wurzeln dekoriert werden.

Auch Pflanzen können eingebracht werden, denn sie werden nicht beachtet. Sie sind Höhlenbrüter. Wenn beim Ausheben der Bruthöhle etwas im Weg ist, wird es verräumt - sei es Kies oder Pflanzen.

Die Vergesellschaftung mit größeren Cichliden stellt in großvolumigeren Becken kein Problem dar.

Meine Erfahrung ist, dass sie sich meist gut durchsetzen können. Wenn man nur ein Paar hält sollte man Salmler oder Lebendgebärende dazusetzen. Sie beschäftigen das Männchen während der Brutpflege.  

Die Temperatur sollte bei 22 - 27 °C liegen.  

Sie nehmen problemlos die üblichen Flocken-, Granulat-, oder Frostfuttersorten an.

 

Cr. septemfasciatus Paar bei der Brutpflege

 

 

Geschlechtsreif sind sie mit ca. 5 Zentimeter. Am besten lässt man sich ein Paar aus einer Gruppe Jungfische finden. Nach einer kurzen Balz kommt es zur Eiablage. Wenn die Eier befruchtet sind sollten die Larven nach ca. 4 Tagen schlüpfen. Nach acht bis neun Tagen schwimmen dann die Jungfische frei. Aufziehen lassen sie sich  am besten mit frisch geschlüpften Artemia.

Die Brutpflegefärbung ähnelt der von Cryptoheros myrnae sehr stark. Anfangs färben sich Wangen, Kehle und Brust dunkel, der Rest des Körpers und die Flossen hellen auf. Später wird der gesamte Bauch, vom Maul bis zum Afterfossenansatz, grauschwarz.

Während der Brutpflege scheuen sie auch keine größeren Cichliden und gehen sie energisch an, sobald diese den Jungfischen zu nahe kommen. Ich kenne keine Gattung die aufopferungsvoller um ihre Jungfische kämpft wie Cryptoheros.

 

Alles in allem ein interessanter Cichlide, mit sehr ausgeprägtem Brutpflegesinn.

 

 

Verfasser: Alexander Beutner, D 85 7309