Parachromis friedrichsthalii

(Heckel, 1840) 

 

 

Herkunft
Die natürliche Verbreitung dieser Fische erstreckt sich von Mexiko über Guatemala, Honduras bis Costa Rica. Dort leben sie in Seen und fließenden Gewässern.

 

 WF Rio Subin, Guatemala

 

 

 Rio Subin, Guatemala 

 

 

WF Lago Peten, Guatemala 

 

 

Pflege
P. friedrichsthalii Männchen werden ca. 30 Zentimeter groß,
 

die Weibchen bleiben etwas kleiner, maximal 20 bis 25 Zentimeter.

 

 

 

Die Beckengröße sollte mindestens 200 / 60 / 60 Zentimeter betragen und die Einrichtung muß unbedingt Versteckmöglichkeiten für den Rückzug bieten, z.B. Wurzelwerk und Steinplatten.
Zum Ablaichen genügt meist eine etwas schräg liegende Steinplatte, die leicht verteidigt werden kann.
 

Temperatur 26 bis 30 °C.  

 

 

 

Diese Großcichliden sind Offenbrüter und pflegen ihre Brut als  

sogenannte Elternfamilie. Sie verlassen ihr hart erkämpftes Revier erst dann, wenn der Nachwuchs nach Fressbarem sucht.  

Die Fütterung der großen Fische erfolgt mit Sticks, Frostfutter (z.B. Krill) oder Lebendfutter. Auch Erbsen und Mais nehmen sie gerne. Die Brut bekommt Artemia und später Wasserflöhe aus meinem Teich.  

 

 

 

Geschlechtsunterschiede 

Die Weibchen bleiben schon während des Wachstums kleiner als die Männchen. Sie sind etwas rundlicher und intensiver schwarz gezeichnet. Die Bauchregion bis zum Kopf ist ab einer Größe von 8 Zentimeter einheitlich kräftig gelb. Nur zwei schwarze Punkte am Kiemendeckel haben sie mit dem männlichen Tieren gemein.

Die Männchen weisen dagegen auf der gesamten unteren Seite bis über die Kiemendeckel kleine schwarze Punkte auf, die später hell werden. Sie sind außerdem schnittiger gebaut und die

gelbe Farbe ist nicht so kräftig wie bei den Weibchen.  

 

 

 

Juvenile Tiere sind mit 4 bis 6 Zentimeter Größe zwar noch grau, können aber bereits durch die Punktierung unterschieden  werden.

 

 

 

Zucht
Nach ein bis zwei Tagen Balz, wobei beide Tiere immer wieder eine Steinplatte säubern und verstärkt ihr Revier verteidigen, kommt es schließlich zum Laichakt. Das Weibchen streicht mit ihre Legeröhre über den Stein und legt die Eier ab. Anschließend besamt sie das Männchen. Je nach Wassertemperatur werden sich 400 bis 800 befruchtete Eier zu Larven entwickeln. Nach etwa fünf Tagen helfen die Eltern den Kleinen aus den Eihüllen und legen sie in eine kleine, dafür ausgebuddelte Sandkuhle.
 

Nach intensiver Versorgung steigen nach weiteren drei bis vier Tagen die fertig ausgebildeten Fische als Jungfischschwarm auf.

 

 

Verfasser: Achim Liß