Wissenschaftliche Arbeiten 

 

 

Hier möchten wir auf wissenschaftlich neu beschriebene Cichliden  hinweisen und Arbeiten vorstellen, die sich mit Cichliden in ihren natürlichen Biotopen beschäftigen.  

 

 

Neu beschriebene Arten

 

 

NEU!

04/2016

Gymnogeophagus terrapurpura

 

Marcelo Loureiro, Matías Zarucki,  

Luiz R. Malabarba, Iván González-Bergonzoni

 

Die Ichthyologen beschrieben diese früher als besonders hübsche Variante von G. meridionalis bekannte neue Art.  

Sie unterscheidet sich von den anderen Substratbrütern der Gattung durch ihre auffallend gefärbte Rücken- und Afterflosse.  

Zudem zeigt sie im Gegensatz zu allen anderen Vertretern der Gattung unter anderem kräftig hellblau leuchtende, horizontal verlaufende Streifen auf dem Körper. 

 

Das große Verbreitungsgebiet von Gymnogeophagus terrapurpura umfasst das untere Rio Uruguay-Becken, den küstennahen Einzug des Rio De La Plata und das atlantische, küstennahe Tiefland Uruguays. 

 

NEU!

12/2015 

Aequidens superomaculatum 


Jaime H. Hernández-Acevedo, Antonio Machado-Allison & Carlos A. Lasso 

 

Vorkommen: Venezuela, Bundesstaat Amazonas   

Rio Casiquiare und Einzugsgebiete des oberen Rio Negro,  

sowie des im Süden des Landes gelegenen, kleineren Rio Orinoco 

 

Die Art unterscheidet sich von anderen Vertretern der Gattung durch eine durchgängige Binde vom Auge bis zur Schwanzwurzel und einem sehr hoch am Rücken angeordneten Seitenfleck. 

 

 

 

12/2015

Gymnogeophagus constellatus

 

Luiz R. Malabarba,  

Maria C. Malabarba & Roberto E. Reis

 

Vorkommen: Rio Ijui und Zuflüsse, mittlerer Rio Uruguay-Einzug im östl. Teil des Rio Grande do Sul, Brasilien 

 

Artname: "mit Sternen übersät" (lateinisch)  

In Anspielung an die weiße Punktierung am Rücken der Tiere. 

 

 

12/2015

Gymnogeophagus lipokarenos

 

Luiz R. Malabarba,  

Maria C. Malabarba & Roberto E. Reis

 

Vorkommen: oberer Rio Uruguay-Einzug und dessen Hauptzuflüsse.

 

Artname: "Fettkopf" (griechisch)

In Anspielung an den unter Umständen extrem groß werdenden Stirnbuckel männlicher Tiere. 

 

 

12/2015

 

Gymnogeophagus mekinos

 

Luiz R. Malabarba,  

Maria C. Malabarba & Roberto E. Reis

 

Vorkommen: Rio Negro, unterer  

Rio Uruguay-Einzug.

 

Artname: "verlängert" (griechisch)  

In Anspielung an den vergleichsweise langgestreckten Körper dieser Art. 

 

 

12/2015

Gymnogeophagus missioneiro

 

Luiz R. Malabarba,  

Maria C. Malabarba & Roberto E. Reis

 

Vorkommen: Rio Piratini und Zuflüsse, mittlerer Rio Uruguay-Einzug im westl. Teil des Rio Grande do Sul, Brasilien

 

Artname: "aus der Missões Region" (portugiesisch)  

In Anspielung an die jesuitischen Missionen im 18. Jahrhundert im Süden Brasiliens und Argentinien, dem Verbreitungsgebiet der Art. 

 

 

12/2015

Gymnogeophagus pseudolabiatus

 

 

Luiz R. Malabarba,  

Maria C. Malabarba & Roberto E. Reis

 

Vorkommen: Rio Quarai und Zuflüsse, mittlerer Rio Uruguay-Einzug im Grenzgebiet Uruguay/Brasilien

 

Artname: "falscher labiatus" (griechisch)  

In Anspielung an G. labiatus, dem einzigen weiteren dicklippigen Vertreter der Gattung. 

 

 

11/2015

"Geophagus" diamantinensis

 

José L. O. Mattos, Wilson J. E. M. Costa & Alexandre C. A. Santos 

beschrieben einen weiteren Vertreter aus dem "Geophagus" brasiliensis-Komplex.

"G." diamantinensis wurde aus dem Rio Paraguaçu-Einzug in der  Chapada Diamantina-Region (Bundesstaat Bahia) im nordöstlichen  Brasilien beschrieben.

Die Art unterscheidet sich von allen anderen Vertretern aus dieser Gruppe durch eine tiefere Urohyale (verknöchertes Sehnenelement im Zungenbeinbogen), durch das Zeichnungsmuster und die schlankere Kopfform. Die neue Art hat mehr Rückenflossen-stacheln als "G." itapicuruensis und ein unterständigeres Mauls als "G." obscurus 

 

 

10/2015

Crenicichla tuca

 

 

 

 

 

 

 

Lubomír Piálek, Klára Dragová, Jorge Casciotta, Adriana Almirón & Oldřich Říčan beschrieben den in der Aquaristik als Crenicichla
sp.
"Iguazú biglips" oder Cr. sp. "Botox" bekannt gewordenen Hechtcichliden.

Der Typusfundort liegt im unteren Rio Iguazu, oberhalb der berühmten Wasserfälle. Der gewählte Artname bedeutet in der Guaranisprache Tukan, was auf die Ähnlichkeit in puncto großer Lippen des Fisches und des großen Schnabels des Vogels anspielt. 

 

 

10/2015

 

Crenicichla tapii

 

 

 

 

Lubomír Piálek, Klára Dragová, Jorge Casciotta, Adriana Almirón & Oldřich Říčan beschrieben den in der Aquaristik als Crenicichla
aff. yaha
"Iguazú " bekannt gewordenen Cichliden. Auch diese Art ist oberhalb der Iguazu-Wasserfälle anzutreffen. Das Guaraniwort "tapii" bedeutet Tapir und wurde deshalb als Artname hergenommen, da diese Cichliden ein ebenso unterständiges Maul und eine konkave Kopfform haben. Zudem ernähren sie sich (vollkommen untypisch für die Gattung Crenicichla) auch z.T. von pflanzlicher Nahrung, in dem sie den Bodengrund abweiden.  

 

 

09/2015

Crenicichla anamiri

 

 

 

 

 

 

Die brasilianischen Ichthyologinnen Priscila Madoka Miyake Ito & Lúcia Helena Rapp Py-Daniel beschrieben diesen kleiner bleibenden Hechtcichliden aus der Cr. wallaci-Gruppe.  

Die Art stammt aus dem Einzug des Rio Xingu. Daher wurden die Tiere bislang als Crenicichla cf. regani "Xingu" betitelt.

Der nun vergebene Artname stammt aus der Sprache der Eingeborenen.  

Das Wort "Anãmiri" bedeutet in den Tupí-Guaraní-Sprachen  

der Eingeborenen "Zwerg", was eine Anspielung auf die geringe Körpergröße der neu beschriebenen Art ist. 

 

 

09/2015

Heros liberifer

 

W. Staeck und I. Schindler  beschrieben diese früher fälschlich als Heros severus betitelte Art von der Drainage des oberen und mittleren Rio Orinoco in Venezuela.  

H. liberifer unterscheidet sich von allen anderen Heros Arten durch seine einzigartige Färbung von mehreren horizontalen Reihen winziger heller roter Punkte auf der unteren Hälfte der Körperseiten und durch seine ungewöhnliche Brutpflege.  

Heros liberifer sp. n. unterscheidet sich von dem syntop vorkommenden echten Heros severus Heckel, 1840 durch einen deutlichen Schwanzwurzelfleck , schmaleren Lippen, einer leuchtend roten Iris und der vierten Vertikalbinde, die nicht verkürzt ist, sondern sich von der Afterflossenbasis bis zur Basis der Rückenflosse erstreckt.  

Außerdem werden in der Arbeit Kommentare zur Färbung lebender Heros severus, sowie ihrer Verbreitung und Ökologie gemacht. 

 

 

06/2015

Mesoheros (festae, ornatus, atromaculatus)

 

Caleb D. McMahan, Wilfredo A. Matamoros, Kyle R. Piller und Prosanta Chakrabarty untersuchten die herichthynen Cichliden, gliederten sie neu und beschrieben bei dieser Gelegenheit u.a. eine neue südamerikanische Cichlidengattung.   

 

 

06/2015

Crenicichla monicae  

 

Sven O. Kullander und Henrique R. Varella beschreiben in der im September erscheinenden Ausgabe von "Copeia" diesen Hechtcichliden aus dem oberen Rio Negro.  

Die zuvor als Crenicichla sp. "Uaupés" bezeichnete Art, welche zur Cr. lugubris-Gruppe gehört, wurde ansonsten nur in den Unterläufen der Flüsse Uaupés und Içana nachgewiesen.

Sie ist sehr eng mit Cr. johanna und Cr. rosemariae verwandt und kommt sympatrisch mit Cr. lenticulata und Cr. johanna vor.

Crenicichla monicae unterscheidet sich am deutlichsten von allen anderen Crenicichla Arten durch das Tüpfelmuster weiblicher Tiere auf der oberen Körperhälfte, sowie Rücken- und Schwanzflosse

 

 

06/2015

Retroculus acherontos    

Maria Isabel Landim, Cristiano R. Moreira & Carlos A. Figueiredo

beschrieben diese neue Retroculus-Art aus dem Rio Tocantins-Becken in Brasilien.  

Oliver Lucanus fing die ersten Tiere in 2009 und berichtete darüber in DATZ 06/2011.

Das Verbreitungsgebiet der Art scheint auf kleines Gebiet in der Nähe des Kraftwerks Serra da Mesa beschränkt zu sein. 

Typusfundort ist der Rio de la Almas, der "Fluss der Seelen".  

Der Fluss war namensgebend für die Art, denn der Acheron ist einer der fünf Flüsse der Unterwelt in der griechischen Mythologie. Über diesen Totenfluss wurden die Seelen in den Hades überführt.  

R. acherontos unterscheidet sich von allen anderen Arten der Gattung u.a. durch einen Stirnbuckel bei größeren Exemplaren beiderlei Geschlechts, einen unregelmäßigen schwarzen Fleck im vorderen Bereich der weichstrahligen Rückenflosse, nur 15-16 Brustflossenstrahlen, einem flacheren Körperbau und einem konvexen Bauchprofil.

 

 

In ihrer Arbeit weisen die Ichthyologen bereits darauf hin, dass eine erweiterte Untersuchung der Gattung Retroculus vorgesehen ist.  

 

 

12/2014

Geophagus mirabilis

 

Gabriel C. Deprá, Sven O. Kullander, Carla S. Pavanelli und Weferson J. da Graça beschrieben diesen neue Geophagus - Art aus dem oberen Rio Aripuana-Einzug in Brasilien. Die Art wurde bei uns in den vergangenen Jahren als Geophagus sp. "Aripuana" bezeichnet und unterscheidet sich von anderen Vertretern der Gattung durch bis zu 5 zusätzliche Seitenflecke, welche in Verbindung mit dem einem gattungstypischen Seitenfleck teilweise zu einem Längsband verschmelzen.  

Außerdem besitzt die Art viele Glanztüpfel und Wurmlinien auf den Kiemendeckeln 

Zudem weißen sie nur 7 Schuppenreihen unterhalb der Seitenlinie im Bereich des Schwanzstiels auf und nicht 8 oder mehr (außer G. camopiensis und G. crocatus

 

 

 

05/2014

Bujurquina pardus

 

Jessica H. Arbour, Ramiro E. Barriga Salazar und Hernán López-Fernández beschrieben diese Art anhand von 12 Tieren die bereits 1989 im Rio Danta gefangen wurden. Der Fluss ist im oberen Einzug des Rio Tigre, in der Provinz Pastaza, Ecuador.

Die Art unterscheidet sich von allen anderen Bujurquina u.a. durch ein Muster von Punktreihen auf den Flanken, Flecken im hartstrahligen Bereich der Rückenflosse und kürzeren Brustflossen. 

 

 

05/2014

Crenicichla lucenai 

 

José L. Mattos, Ingo Schindler, Felipe P. Ottoni & Morevy M. Cheffe

beschrieben diesen Hechtcichliden aus dem oberen
Rio das Antas-Becken, dos Patos Lagunen System,
Südbrasilien.
 

Die Art ähnelt Cr. maculata und Cr. punctata, unterscheidet sich aber von diesen Arten durch das auffällige unregelmäßige Muster dunkelbrauner Längsstreifen. Außerdem fehlt der neuen Art im Gegensatz zu Cr. punctata die Tüpfelung auf den Kopfseiten.

 

Download
Crenicichla lucenai

 

 

      

11/2013

Geophagus crocatus 

 

Frances E. Hauser & Hernán López-Fernández

beschrieben diese neue Art aus dem Berbice River in Guyana.

Der Artname crocatus bezieht sich auf die safrangelbe Färbung der Kiemendeckel. 

Die Art unterscheidet sich von allen anderen Arten außerhalb der G. surinamensis-Gruppe durch eine unvollständig ausgeprägte Wangenbinde. Außerdem befinden sich auf dem Körper sechs senkrechte Binden, von denen die zweite und dritte nach oben hin aufeinander zulaufen und an der Basis der Rückenflosse miteinander verschmelzen.

 

 

10/2013

Crenicichla taikyra 

 

Jorge Casciotta, Adriana Almiron, Danilo Aichino, Segio Gomez, Lubomir Pialek und Oldrich Rican beschrieben diese neue Art aus dem mittleren Rio Parana in Argentinien.

Die Art unterscheidet sich unter anderem durch Abweichungen an den Kieferknochen, durch z.T. abgeflachte Zähne, einem gut entwickelten Wangenstrich und dem Fehlen von verstreuten dunklen Punkten an den Flanken von anderen Arten aus der Gattung Crenicichla. 

 

 

09/2013    

Australoheros sanguineus

 

Felipe P. Ottoni beschrieb diese neue Art aus dem Rio Cubatão in Südbrasilien.

Auffällige Merkmale sind neben der runderen Schwanzflossen-Basis die zwei roten Flecken am oberen und unteren Rand der Schwanzflosse. Die Art zeigt keine metallisch glänzenden Flecken in der Afterflosse und kein rotes Band in der Rückenflosse.  

 

 

 

07/2013   

Krobia petitella

 

Sarah E. Steele, Elford Liverpool & Hernán López-Fernández beschrieben diese neue Krobia-Art aus dem Berbice River-Einzug im nordöstlichen Guyana.  

 

 

 

04/2013   

Crenicichla gillmorlisi

 

Von Sven O. Kullander und Carlos A. Santos De Lucena wurde eine weiterere subtropische Crenicichla-Art beschrieben.

C. gillmorlisi stammt aus dem Rio Acaray, einem rechtsseitigen  

Rio Parana-Zuflauf in Paraguay.

 

 

10/2012   

Andinoacara blombergi

 

Von Nicklas Wijkmark, Sven O. Kullander und Ramiro E. Barriga Salazar wurde ein weiterer Cichlide aus dem Rio Esmeralda-Einzug im nördlichen Ecuador beschrieben. 

 

  

06/2012   

Crenicichla chicha

 

Von Henrique R. Varella, Sven O. Kullander and Flávio C. T. Lima

wurde dieser Hechtcichlide aus dem Rio Papagaio (oberer  

Rio Tapajos - Einzug in Mato Grosso, Brasilien) beschrieben. 

 

 

 

 

05/2012   

Satanoperca rhynchitis 

Sven O. Kullander

 

Der schwedische Ichthyologe untersuchte Tiere der Gattung Satanoperca aus Französisch Guyana und beschrieb die neue Art, welche zuvor als Satanoperca sp. "Redlip" bekannt war. 

 

 

04/2012   

Australoheros mattosi

Australoheros montanus

Australoheros tavaresi

Felipe P. Ottoni

 

Download
Australoheros mattosi, montanus, tavaresi

 

02/2012   

Krobia xinguensis

Sven O. Kullander 

07/2011

Cichlasoma zarskei

FELIPE P. OTTONI

06/2011

Australoheros angiru &

Australoheros ykeregua 

OLDŘICH ŘÍČAN, LUBOMÍR PIÁLEK, ADRIANA ALMIRÓN & JORGE CASCIOTTA

 

 

 

 

03/2011

Australoheros perdi

FELIPE P. OTTONI, ANTÔNIO Q. LEZAMA, MAURO L. TRIQUES, EVELISE N. FRAGOSO-MOURA, CÍNTHIA C. T. LUCAS  & FRANCISCO A. R. BARBOSA

 

 

 

Weitere Arbeiten 

 

    

10/2013  

Checkliste der Süßwasser - Fische  

Costa Ricas

Arturo Angulo, Carlos A. Garita-Alvarado, William A. Bussing & Myrna I. López

 

Dateidownload
(Cichliden ab Seite 18)

 

 

 

 

05/2013  

Lebendfärbung dreier verschiedener Australoheros-Arten aus Südostbrasilien

FELIPE P. OTTONI 

 

 

 

01/2012  

Taxonomische Revision der Crenicichla-Arten aus den Einzugsgebieten der Flüsse Rio Paraná und Paraguay

 

Henrique Varella
Teil 1

 

 

Henrique Varella
Teil 2
Henrique_Varella_X2.pdf [ 420 Bytes ]

 

 

09/2011    

Gruppenzugehörigkeit innerhalb der Gattung Crenicichla und genauere Untersuchungen an der Cr. lacustris-Gruppe 

Lubomír Piálek, Oldrich Říčan, Jorge Casciotta,  Adriana Almirón & Jan Zrzavy